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Bücher zum Dossier.
Argumente im Zusammenhang.

Besatzungsende, Truppenrechte, Überwachung, europäische Integration: Die gesamte Literatur ist nach den Sachfragen geordnet. Jeder Eintrag nennt seinen Beitrag, die geprüfte Grundlage und deren Grenzen.

Die Prüfung reicht je nach Titel von Verlagsangaben und Inhaltsverzeichnissen bis zu gezielt gelesenen Originalpassagen. Der jeweilige Umfang ist genannt. Volllektüren aller Bücher werden nicht behauptet. Übersetzungen und Nachdrucke sind keine unabhängige Bestätigung derselben Aussage.

Besatzungsende & fortgeltendes Recht

Buchcover: Deutschland einig Vaterland

Andreas Rödder

Deutschland einig Vaterland

2009 · C.H.Beck

Rödder ordnet den Weg zur deutschen Einheit in die Entwicklungen in DDR, Bundesrepublik und internationaler Diplomatie ein. Für die Souveränitätsfrage sind die im Inhaltsverzeichnis ausgewiesenen Abschnitte zu Zwei-plus-Vier, europäischer Integration und dem Ende der Nachkriegszeit besonders relevant.

Die Geschichte der Wiedervereinigung · ISBN 978-3-406-56281-5

Ausgabe, Quellenbasis & Einordnung

2., durchgesehene Auflage

Eigene Kurzfassung nach gelesener Verlagsbeschreibung und Verlagsinhaltsverzeichnis; keine vollständige Buchlektüre behauptet.

Die historische Gesamtdarstellung ist keine vollständige Kommentierung heute geltender Stationierungsrechte. Aus einer Beschreibung der Diplomatie von1990 lässt sich der aktuelle Inhalt eines bestimmten Sonderrechts nicht ohne die Rechtsquelle ableiten.

Buchcover: Besatzungsrecht im wiedervereinten Deutschland

Michael Rensmann

Besatzungsrecht im wiedervereinten Deutschland

2002 · Nomos

Die Untersuchung unterscheidet aufgehobene, umgewandelte und fortgeltende besatzungsrechtliche Normen sowie deren Weiterwirkung in vertraglichen Vereinbarungen. Nach der Verlagsbeschreibung behandelt sie auch Nachwirkungen im Stationierungsrecht und fragt, welche Restbestände nach1990 blieben.

Abbauprobleme und Restbestände · ISBN 978-3-7890-7883-5

Ausgabe, Quellenbasis & Einordnung

1. Auflage

Eigene Kurzfassung nach gelesener Nomos-Verlagsbeschreibung; kein Inhaltsverzeichnis oder Buchvolltext für diese Zusammenfassung ausgewertet.

Rechtsstand2002. Das Buch erschien vor späteren Bereinigungsgesetzen und weiteren Entwicklungen. Sein Befund darf deshalb nicht als ungeprüfter Nachweis für den Rechtsstand2026 verwendet werden. Nomos führt die Ausgabe als nicht lieferbar; Bibliotheks- oder Antiquariatszugang kann nötig sein.

Buchcover: Truppenstationierung in der Bundesrepublik Deutschland

Daniel Hofmann

Truppenstationierung in der Bundesrepublik Deutschland

1997 · R. Oldenbourg Verlag

Die aktenbasierte Studie untersucht die Vertragsverhandlungen über westliche Truppen von 1951 bis 1959. Sie unterscheidet die vertraglich gebundene Ausübung der Stationierung von der damals verbleibenden besonderen alliierten Rechtsgrundlage.

Die Vertragsverhandlungen mit den Westmächten 1951–1959 · ISBN 9783486562880

Quellenbasis & Einordnung

Bereitgestellter Buchscan: insbesondere S. 38–39, 74–80, 253–255, 257–259; institutioneller Abgleich beim Bundesarchiv.

Gezielte Originallektüre von Einleitung, Verhandlungsabschnitten und Resümee; keine Volllektüre. Der bereitgestellte Dateiname nennt irrtümlich Niclauß. Titelseite, Impressum und ISBN weisen diesen Scan Hofmann zu. Das Cover zeigt den heutigen Verlagsnachdruck derselben Studie.

S. 253–255 belegen den Vorbehalt nach 1955; S. 255 nennt ebenso ausdrücklich dessen Ende am 15. März 1991. Die genaue Einordnung steht im Dossier.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn, Henning Riecke (Hg.)

… die volle Macht eines souveränen Staates …

1996 · Nomos Verlagsgesellschaft

Der Sammelband untersucht, wie die alliierten Vorbehaltsrechte die Außenpolitik der Bundesrepublik bis 1990 begrenzten und wie sich zugleich deutsche Mitsprache entwickelte. Die nachgewiesene Beitragsliste behandelt Rechtsgrundlagen, alliierte Konsultation, Ostpolitik, amerikanische und französische Truppen, Kernwaffenverzicht und Außenwirtschaft.

Die Alliierten Vorbehaltsrechte als Rahmenbedingung westdeutscher Außenpolitik 1949–1990 · ISBN 9783789043215

Quellenbasis & Einordnung

Offizielles Schriftenverzeichnis der Autorin; Fachrezension mit vollständiger Beitragsliste

Historischer Untersuchungszeitraum endet 1990. Aus dem Titel oder dem Nachweis damaliger Vorbehalte folgt kein Nachweis fortgeltender Viermächtemacht im Jahr 2011 oder heute. Die Inhaltsanalyse beruht auf einer Fachrezension und deren Beitragsliste, nicht auf dem Volltext.

Sehr hoch für die historische Frage nach Reichweite und Wirkung alliierter Vorbehaltsrechte von 1949 bis 1990.

Christian Tomuschat: rechtliche Einordnung im Verhältnis zu Selbstbestimmung und friedenspolitischer Sanktion, S. 27–36

Helga Haftendorn: institutionelle Konsultation zwischen drei Westmächten und Bundesrepublik, S. 37–80

Sebastian Fries: US-Truppenstationierung und außenpolitischer Handlungsspielraum, S. 125–157

Axel Sauder: französische Truppen und Deutschlandpolitik, S. 159–185

Henning Riecke: Nichtkernwaffenstatus und deutsche Handlungsmöglichkeiten

Buchcover: Deutschland und der Zwei-plus-Vier-Vertrag

Michael Grandt

Deutschland und der Zwei-plus-Vier-Vertrag

2024 · Kopp Verlag

Grandt erkennt im Vertragstext die Beendigung der alliierten Rechte und die volle Souveränität an, stellt deren praktische Reichweite jedoch mit Blick auf Truppenimmunität und Überwachungsvereinbarungen infrage. Er hält die Ukraine-Unterstützung für vertragswidrig und entwirft schwerwiegende Folgen eines russischen Vertragsausstiegs.

Hintergründe – Wortbrüche – Lügen · ISBN 978-3-98992-005-7

Textstellen, Belege & Einordnung

Tatsächliche Truppenrechte, weitergehende Besatzungsdeutung

PDF-S. 45, 46, 47, 48, 49

Grandt nennt selbst die Ablösung des Besatzungsrechts durch Zwei-plus-Vier und die Änderung des Zusatzabkommens 1993/1998. Anschließend zitiert er funktionale Immunität ausländischer Streitkräfte und deutet militärische Einrichtungen als fortdauernde Besetzung bzw. Grund für Zweifel an echter Souveränität.

Einordnung: Die zitierte funktionale Immunität belegt begrenzte deutsche Zugriffsbefugnisse. Daraus allein folgt weder ein fortbestehendes allgemeines Besatzungsregime noch der Eigentumserwerb sämtlicher genutzter Flächen durch die USA. Die unterschiedlichen Rechtsgrundlagen für Aufenthalt, Nutzung, Eigentum und Gerichtsbarkeit sind einzeln nachzuweisen. Die heutige Richtigkeit aller Stützpunkt- und Personalangaben wurde nicht geprüft.

Anm. 69–71, PDF 120–121: WD 3–416/08; Anm. 72: Peter Orzechowski, Besatzungszone (2019), S. 27 ff.; Anm. 73–74 zusätzlich Spiegel 13.06.2020, S. 30; Anm. 75 Art. 3 ZA-NTS über Süddeutsche Zeitung; Anm. 77–79 Das Parlament/Stuttgarter Zeitung zum Ende der Verwaltungsvereinbarungen 2013.

WD 3–416/08, S. 5–6, zusätzlich direkt im amtlichen Original geprüft: funktionale Immunität einerseits; deutsches Recht achten und grundsätzliches Tätigwerden deutscher Behörden wie bei Bundeswehranlagen andererseits. Diese unmittelbar benachbarte Einschränkung ist in Grandts Zitatblock PDF 46 nicht wiedergegeben.

Genannte Primärquelle ↗

Vertragsbruch durch Ukraine-Unterstützung: Buchurteil und Gegenposition stehen nebeneinander

PDF-S. 65, 68, 69, 70, 71, 85, 86, 87

Grandt leitet aus Waffenhilfe und der Berücksichtigung russischer Sicherheitsinteressen einen Verstoß gegen Art. 2 und die Präambel ab. Er gibt im selben Kapitel die gegenteilige Einschätzung mehrerer Historiker und Völkerrechtler wieder, verwirft sie aber zugunsten seiner politischen und rechtlichen Bewertung.

Einordnung: Eine russische politische Bewertung ist kein eigenständiger rechtlicher Nachweis der Vertragsverletzung. WD 2–008/24 verlangt hohe Voraussetzungen für eine erhebliche Vertragsverletzung und behandelt das Friedensgebot im Zusammenhang mit geltendem Verfassungs- und Völkerrecht. Eine vollständige Einzelprüfung aller Ukraine-Maßnahmen ist damit nicht geleistet; hier bleibt konkreter Abgleichbedarf.

PDF 68: Anm. 153 verweist auf Art. 2. PDF 69–71: Gegenpositionen u. a. Andreas von Arnauld und Claus Kreß, Anm. 155–164. PDF 85–87: Anm. 207 Thomas Hummel zur Präambel, 208–210 Vertragstext, 211–212 Thomas Röper/Anti-Spiegel.

Wiederbelebung von Besatzungsrechten und Grenzen wird als mögliches Szenario behauptet

PDF-S. 109, 111, 113, 114, 115, 131, 132

Grandt räumt das Fehlen einer Kündigungsklausel ein. Er skizziert dennoch u. a. den Verlust der Souveränitätsgrundlage, alte innerdeutsche Grenzen, erneute alliierte Besatzungsrechte, die Neuverhandlung aller Verträge seit 1990 und das Entfallen des ABC-Waffenverzichts. Er bezeichnet diese Folgen als theoretische Möglichkeiten und bedingt seine Katastrophenbewertung ausdrücklich durch deren Eintritt.

Einordnung: Die angegebenen Kommentare sind als Buchbelege identifiziert, nicht hier als rechtlich bestätigte Nachweise übernommen. WD 2–008/24, S. 13, widerspricht der automatischen Wiederbelebung ausdrücklich. WD 2–061/24 macht außerdem deutlich, dass der Atomwaffenverzicht eine zusätzliche Grundlage im Nichtverbreitungsvertrag hat. Diese spätere Ausarbeitung erschien im November 2024.

Anm. 299 Anti-Spiegel zur Rücknahme der Ratifikation; Anm. 300 Peter Haisenko/Anderweltonline zur Souveränität; Anm. 301–307 jeweils Anti-Spiegel; Anm. 308 BVerfG 18.04.1996 zu Restitutionsausschlüssen; Anm. 309 RT-Meinungsbeitrag zur Bodenreform; Anm. 310 Tagesschau zu europäischer atomarer Abschreckung.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

1. Auflage Mai 2024 laut lokalem Impressum

Die gelieferte Datei ist eine durch Calibre erzeugte PDF-Fassung des E-Books. Ihr Dateiname nennt die Druck-ISBN, das tatsächliche Impressum hingegen die E-Book-ISBN. PDF-Seiten sind nicht die Seiten der 159-seitigen Druckausgabe.

Impressum PDF 2–3 direkt gelesen. PDF 2 nennt 1. Auflage Mai 2024; PDF 3 E-Book-ISBN 9783989920118.

Für diese E-Book-Konvertierung: printed_pages=null. Keine erfundene Umrechnung auf Druckseiten.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Truppenrecht & transatlantisches Bündnis

Buchcover: The Handbook of the Law of Visiting Forces

Dieter Fleck

The Handbook of the Law of Visiting Forces

2018 · Oxford University Press

Das Handbuch erläutert die Rechtsstellung ausländischer Streitkräfte und vergleicht NATO-, UN- und weitere Truppenstatute. Das Inhaltsverzeichnis weist eigene Kapitel zu Gerichtsbarkeit, Militärpolizei, Liegenschaften, Kommunikation, Steuern und Zoll sowie eine Fallstudie zur Stationierung in Deutschland aus.

None · ISBN 978-0-19-880840-4

Ausgabe, Quellenbasis & Einordnung

Second Edition

Eigene Kurzfassung nach gelesener Verlagsbeschreibung und vollständigem auf der Verlagsseite veröffentlichtem Inhaltsverzeichnis; keine Volllektüre der Kapitel behauptet.

Ein juristisches Fachhandbuch ersetzt nicht den geltenden Vertragstext und dessen Änderungen. Das Werk beschreibt mehrere Staaten und Statusmodelle; eine Regel aus Japan, Korea oder Afghanistan darf nicht ohne Prüfung auf Deutschland übertragen werden.

Buchcover: Die transatlantische Illusion

Josef Braml

Die transatlantische Illusion

2022 · C.H.Beck

Braml beschreibt militärische, wirtschaftliche und technologische Abhängigkeiten Europas von den USA als Problem eigenständiger Außenpolitik. Seine Antwort ist eine stärkere europäische Handlungsfähigkeit innerhalb einer langfristig gleichberechtigteren transatlantischen Allianz. Die ausgewerteten Stellen sind vor allem eine politische Interessenanalyse, kein Nachweis fortbestehender Besatzungsgewalt.

Die neue Weltordnung und wie wir uns darin behaupten können · ISBN 9783406785023

Textstellen, Belege & Einordnung

Abhängigkeit und europäische Handlungsfähigkeit

Druck-S. 8, 13–14; PDF-S. 8, 13, 14

Die Bundesrepublik habe ihre Sicherheit historisch den USA anvertraut. Braml erwartet wachsende Interessengegensätze und Druck auf abhängige Partner; deshalb solle Europa unabhängiger verteidigungsfähig werden. Er lehnt an dieser Stelle einen NATO-Austritt ausdrücklich ab und zielt langfristig auf ein Bündnis auf Augenhöhe.

Einordnung: Prognosen und Lagebewertung aus 2022; keine Beschreibung des gesamten heutigen Rechtsstands.

Containerkontrollen in deutschen Häfen

Druck-S. 75–77; PDF-S. 75, 76, 77

Als konkreten Fall grenzüberschreitender US-Sicherheitsmaßnahmen beschreibt Braml die Container Security Initiative: Vereinbarungen mit Hafenstaaten einschließlich Deutschlands erlaubten amerikanischem Sicherheitspersonal Kontrollen in ausländischen Häfen; dafür würden Waren aus teilnehmenden Häfen in den USA bevorzugt abgefertigt. Auf S. 77 schildert er die Einbindung in eine EU-US-Vereinbarung 2004 mit Gegenseitigkeitsanforderungen und kritisiert die Kostenverteilung.

Einordnung: Vor Darstellung als aktuell bestehendes Sonderrecht müssen die CSI-/Zollabkommen und amtliche Durchführungsinformationen gesondert geprüft werden. Der Autor belegt hier kein Besatzungsrecht; seine Formulierung von Kontrollen darf nicht ungeprüft als eigenständige hoheitliche Zwangsbefugnis verstanden werden.

Rüstungsbeschaffung und nukleare Abhängigkeit

Druck-S. 146–148; PDF-S. 146, 147, 148

Braml fordert Investitionen in europäische Verteidigungsfähigkeit und gemeinsame Rüstungsprojekte. Bei der nuklearen Teilhabe sieht er Deutschlands Bindung an amerikanische Entscheidungsträger und Beschaffung als Abhängigkeit; als Perspektive diskutiert er eine europäischere Sicherheitspolitik mit Frankreich und einen stärkeren europäischen Pfeiler der NATO.

Einordnung: Die Behauptung über Washingtons Interesse am Scheitern europäischer Rüstungsinitiativen auf S. 147 ist Bramls Interpretation. Sie darf nicht als nachgewiesener Rechtssatz oder als erschöpfender Befund zur nuklearen Kommandostruktur ausgegeben werden.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

E-Book-PDF 2022; im lokalen Impressum keine Auflagennummer angegeben

Lokales Titelblatt, Impressum und Inhaltsverzeichnis; Einleitung S. 7–15 zusätzlich vollständig in der offiziellen Verlagsleseprobe; in der bereitgestellten Datei gezielt S. 69–78, 141–143 und 145–148. Öffentliche Leseprobe: 20 PDF-Seiten einschließlich Titelei/Impressum/Inhaltsverzeichnis. Keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Buchcover: Imperfect Unions

Helga Haftendorn, Robert O. Keohane und Celeste A. Wallander (Hg.)

Imperfect Unions

1999 · Oxford University Press

Der Sammelband untersucht, wie Sicherheitsinstitutionen nationale Politik beeinflussen. Besonders relevant ist Haftendorns Kapitel „The Quad“ (S. 162–194): Der zugängliche Abstract beschreibt die 1955 begonnene Konsultation der drei Westmächte mit Bonn zu Berlin und innerdeutschen Fragen.

Security Institutions over Time and Space · ISBN 9780198207955

Quellenbasis & Einordnung

Verlagsabstract und Inhaltsverzeichnis; zusätzlich Abstract von Kapitel 6, S. 162–194.

Der Kapitelvolltext war nicht frei zugänglich; geprüft sind Verlagsabstracts und Inhaltsverzeichnis. Der historische Gegenstand belegt keine fortbestehende Zuständigkeit nach 1990/91.

Hilft, die institutionelle Weiterwirkung der Deutschland- und Berlinfrage nach dem Ende des westlichen Besatzungsregimes zu untersuchen.

Buchcover: Kernwaffen und die Glaubwürdigkeit der Allianz

Helga Haftendorn

Kernwaffen und die Glaubwürdigkeit der Allianz

1994 · Nomos

Die Studie untersucht, wie veränderte nukleare Kräfteverhältnisse die NATO 1966/67 unter Druck setzten und wie die Bündnispartner einen neuen Konsens aushandelten. Laut Verlagsbeschreibung stehen Flexible Response, nukleare Mitsprache, Streitkräfteplanung, deutsche Devisenausgleichsleistungen und der Harmel-Bericht im Mittelpunkt.

Die NATO-Krise von 1966/67 · ISBN 9783789034251

Quellenbasis & Einordnung

Verlagsseite; Offizielle Autorinnenbibliografie

Die NATO-Krise der 1960er Jahre ist kein Beleg für heutiges Besatzungsrecht. Die Studie ist kein systematischer Kommentar zum NATO-Truppenstatut oder zu sämtlichen fortgeltenden Sonderrechten.

Mittel: Spezialstudie zu politisch-militärischen Abhängigkeiten, nuklearer Mitsprache und deutschen Spielräumen im Bündnis.

Buchcover: NATO and the Nuclear Revolution

Helga Haftendorn

NATO and the Nuclear Revolution

1996 · Oxford University Press

Vier Fallstudien behandeln den Streit um Nuklearstrategie, nukleare Konsultation, Streitkräfteplanung und den Harmel-Prozess als Antwort auf die Bündniskrise von 1966/67. Der Verlag beschreibt damit die Aushandlung von Sicherheit und Mitsprache zwischen amerikanischer Führung und europäischen Verbündeten.

A Crisis of Credibility 1966–67 · ISBN 9780198280033

Quellenbasis & Einordnung

OUP-Verlagsseite; Offizielle Autorinnenbibliografie

Mit dem deutschen Werk von 1994 zusammengehörig; nicht als zusätzliche unabhängige Evidenz zählen. Aus politischer Abhängigkeit oder nuklearer Asymmetrie folgt für sich genommen keine aktuelle rechtliche Besatzungsgewalt.

Mittel: englischsprachige Vertiefung zu Sicherheitsabhängigkeit und Bündniskonsultation in den 1960er Jahren.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn und Christian Tuschhoff (Hg.)

America and Europe in an Era of Change

1993 · Westview Press; heute Routledge

Der Band behandelt den Wandel der transatlantischen Beziehungen nach dem Kalten Krieg: internationale Machtstrukturen, Institutionen, innerstaatliche Einflüsse und neue Rollen der USA und Europas.

· ISBN 9780367159306

Quellenbasis & Einordnung

Routledge-Produktseite samt vollständigem Inhaltsverzeichnis; Hg.-Angaben zusätzlich in Haftendorns FU-Schriftenverzeichnis, Eintrag 2.19.

Politische Abhängigkeit, Verhandlungsmacht und rechtliche Hoheitsbefugnisse sind getrennt zu prüfen. Der aktuelle Routledge-Nachdruck ist nicht die damalige Westview-Ausgabe.

Nützlich für das politische Umfeld nach der Wiedervereinigung. Die gelesene Inhaltsübersicht weist keine spezielle Untersuchung fortgeltender Besatzungs- oder Truppenrechte aus.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn und Jakob Schissler (Hg.)

Rekonstruktion amerikanischer Stärke

1988 · De Gruyter

Der Gegenstand ist die Sicherheits- und Rüstungskontrollpolitik der Reagan-Regierung. Das ist Hintergrund zur US-Politik der 1980er-Jahre, aber keine spezielle Untersuchung deutscher Besatzungs- oder Hoheitsrechte.

Sicherheits- und Rüstungskontrollpolitik der USA während der Reagan-Administration · ISBN 9783110114461

Quellenbasis & Einordnung

Autorinneneigenes FU-Schriftenverzeichnis, Einträge 2.16–2.17; bibliografische Verlagsangaben zum Kapitel „Die Autoren“.

Geprüft sind bibliografische Angaben und Gegenstand, keine vollständige Inhaltsanalyse. Die Verlagsvolltextseite war nicht zugänglich.

Für die engere Rechtsfrage wird der Titel hier nicht als Kernlektüre geführt.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn und Jakob Schissler (Hg.)

The Reagan Administration

1988 · De Gruyter

Die Autorinnenbibliografie weist den englischen Reagan-Band als Übersetzung des deutschen Bandes aus. Die in den Screenshots zusätzlich gezeigten Reprint- und Digitalfassungen sind keine weiteren unabhängigen Studien.

A Reconstruction of American Strength? · ISBN 9783110113723

Quellenbasis & Einordnung

Autorinneneigenes FU-Schriftenverzeichnis, Eintrag 2.17; Verlagsangebot auf Google Play nennt die Digitalfassung 2019.

Keine Volllektüre. Die Bibliografie variiert den Untertitel gegenüber der nachgewiesenen Verlagsausgabe; hier wird der Titel der Ausgabe verwendet.

Mit dem deutschen Band zusammengeführt; für die engere Besatzungsrechtsfrage nur Hintergrund.

Überwachung & Geheimvertragsbehauptungen

Buchcover: Überwachtes Deutschland

Josef Foschepoth

Überwachtes Deutschland

2017 · Vandenhoeck & Ruprecht

Die Studie behandelt die Geschichte der Post- und Telefonüberwachung in der alten Bundesrepublik und die Zusammenarbeit westdeutscher Stellen mit den früheren Besatzungsmächten. Für diese Website liefert sie den historischen Hintergrund dafür, wie alliierte Vorbehalte und deutsche Sicherheitsinteressen ineinandergriffen.

Post- und Telefonüberwachung in der alten Bundesrepublik · ISBN 978-3-525-30189-0

Ausgabe, Quellenbasis & Einordnung

5. Auflage

Eigene Kurzfassung nach gelesener Verlagsbeschreibung; keine Volllektüre behauptet.

Der Gegenstand ist die alte Bundesrepublik. Die Verlagsbeschreibung und die Ausgabe von 2017 belegen nicht für sich, welche Überwachungsrechte im Jahr 2026 gelten oder wie eine konkrete heutige Operation rechtlich zu beurteilen ist.

Buchcover: Немецкая карта. Тайная игра секретных служб

Gerd-Helmut Komossa / Герд-Хельмут Комосса

Немецкая карта. Тайная игра секретных служб

2009 · Фолио

Soldatische Erinnerungen mit Schwerpunkt 1955–2005 und bündnispolitischen Deutungen. Die auffällige Behauptung eines Geheimvertrags bis 2099 steht tatsächlich in der gelieferten russischen Ausgabe. Andere Passagen beschreiben konkrete Unterstellungsverhältnisse und Informationsasymmetrien, zugleich aber auch nationale Handlungsspielräume innerhalb der NATO.

Бывший глава Службы военной контрразведки рассказывает... · ISBN 978-5-94966-212-0

Textstellen, Belege & Einordnung

Geheimvertrag bis 2099 steht im Text; Nachweis fehlt an der Stelle

Druck-S. 28; PDF-S. 27

Die russische Ausgabe behauptet einen vom BND streng geheim eingestuften Vertrag vom 21. Mai 1949: Einschränkungen der Souveränität und alliierte Medienkontrolle bis 2099, eine vor dem Amtseid zu unterzeichnende Kanzlerakte und einen Zugriff auf die Goldreserven. Das ist eine überprüfte Aussage dieser Ausgabe, kein nachgewiesener Vertragsinhalt.

Einordnung: WD 1–021/22 bezieht sich auf die deutsche Ausgabe von 2007, S. 21 f.; unsere russische Fundstelle lautet S. 28. Die WD stellen fehlende wissenschaftliche Nachweise fest, behandeln das angebliche BND-Schreiben als Fälschung und berichten eine nachträgliche Relativierung Komossas. Das ist keine direkte Kollation aller Übersetzungsdetails oder späteren Auflagen.

Auf S. 28 weder Fußnote noch Archivsignatur noch identifizierbares Vertragsoriginal oder Faksimile als Nachweis dieser Behauptung. Der ausschnittweise geprüfte Dokumentenanhang zeigt andere Schriftstücke, nicht den behaupteten Vertrag; keine systematische Suche nach jedem denkbaren Dokument in allen Editionen behauptet.

US-Korpsunterstellung einer Bundeswehrdivision ist konkreter als allgemeine Fremdherrschaft

Druck-S. 20, 129, 132; PDF-S. 19, 128, 131

Komossa beschreibt seine 12. Panzerdivision als für den Kriegsfall dem VII. US-Korps zugeordnet; Anforderungen an den deutschen Kommandeur umfassten Sprache und Kenntnis der US-Taktik. Auf S. 20 betont er zugleich, Soldaten dienten zuerst dem eigenen Staat und seien dem Bündnis nur begrenzt unterstellt.

Einordnung: Belegt im Buch eine konkrete damalige militärische Integration. Kein Beleg für eine allgemeine US-Befehlsgewalt über deutsche Staatsorgane oder das heutige Unterstellungsverhältnis. Rechtsgrundlage, Umfang und nationale Vorbehalte bedürfen für eine juristische Aussage eines gesonderten Originalbelegs.

Erinnerungsbericht des beteiligten Divisionskommandeurs mit benannten Funktionen und US-General Julius Becton. An den ausgewerteten Stellen keine beigefügte Unterstellungsvereinbarung oder Rechtsnorm.

Begrenzter Zugang zur französischen Nuklearplanung

Druck-S. 254, 255; PDF-S. 253, 254

Komossa berichtet, ein französischer Partner habe ein Gespräch über Nuklearplanung für seinen süddeutschen Verantwortungsbereich zunächst mit Verweis auf die politische Zuständigkeit von Paris und Bonn abgelehnt. Erst bei seinem Abschied habe er im vertraulichen Gespräch nähere Informationen erhalten.

Einordnung: Belegt die Darstellung einer Informations- und Einflussasymmetrie aus der Zeit seiner militärischen Laufbahn. Ein eigener Anspruch des deutschen Kommandeurs auf sämtliche französischen Planungsunterlagen oder eine fortgeltende Besatzungsbefugnis wird damit nicht nachgewiesen.

Persönlicher Erinnerungsbericht; der französische Gesprächspartner wird abgekürzt bezeichnet. Komossa hält konkrete Angaben zum Inhalt weiterhin zurück. Keine Planung oder zwischenstaatliche Vereinbarung an dieser Stelle abgedruckt.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

Titel PDF 3; Impressum PDF 4: Moskau, Фолио 2009, ISBN 9785949662120, 317,[3] S.; Inhaltsverzeichnis PDF 6–7; Vorwort gedruckt S. 9–10 = PDF 8–9, datiert Frühjahr 2007.

Alle deutschen Inhaltsangaben der russischen Passagen sind eigene sinngemäße Zusammenfassungen, keine vorgetäuschten deutschen Originalzitate. Kein vollständiger Wortlautvergleich mit der deutschen Erstausgabe von 2007 oder späteren korrigierten Auflagen durchgeführt.

Seiten nicht pauschal umrechnen: gedruckt S. 28 entspricht PDF 27, gedruckt S. 254 entspricht PDF 253; im Anhang verschiebt sich der Versatz.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Souveränität, Europa & Freiheit

Buchcover: Sovereignty

Dieter Grimm

Sovereignty

2015 · Columbia University Press

Grimm verfolgt den Wandel des Souveränitätsbegriffs und unterscheidet unter anderem innere und äußere Souveränität sowie Bezüge auf Volk, Nation, Staat und Föderation. Die Darstellung hilft, konkrete Beschränkungen staatlicher Kompetenzen begrifflich von Aussagen über den Status eines Staates zu unterscheiden.

The Origin and Future of a Political and Legal Concept · ISBN 978-0-231-16425-2

Ausgabe, Quellenbasis & Einordnung

Englische Übersetzung; auf der Verlagsseite keine nummerierte Auflage angegeben

Eigene Kurzfassung nach gelesener Columbia-Verlagsbeschreibung und Inhaltsverzeichnis; keine Volllektüre behauptet.

Eine Begriffsanalyse beweist weder das Fortbestehen eines bestimmten alliierten Rechts noch dessen Aufhebung. Der Inhalt eines Sonderrechts muss anhand der jeweiligen Rechtsquelle geprüft werden. Deutsches Original: Souveränität – Herkunft und Zukunft eines Schlüsselbegriffs, Berlin University Press, 2009. Abgebildet und verlinkt ist die englische Ausgabe.

Buchcover: Die Souveränität Deutschlands

Karl Albrecht Schachtschneider

Die Souveränität Deutschlands

2012 · Kopp Verlag

Schachtschneider entwickelt Souveränität aus Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung der Bürger. Er erkennt die Bundesrepublik und das Grundgesetz ausdrücklich an und bezeichnet das vereinte Deutschland als rechtlich souverän; seine scharfe Kritik betrifft vor allem aus seiner Sicht unzulässige europäische Integration und Einschränkungen tatsächlich gelebter Freiheit. Sein Ansatz ist eine eigenständige, streitbare verfassungsrechtliche und politische Position.

Souverän ist, wer frei ist · ISBN 9783864450433

Cover der angebotenen E-Book-Ausgabe; abweichend von der lokal geprüften Erstauflage 2012.

Textstellen, Belege & Einordnung

Staatlichkeit und Grundgesetz

Druck-S. 185–186; PDF-S. 185, 186

Schachtschneider behandelt die Bundesrepublik als Staat und das Grundgesetz als geltende Verfassung. Er verwirft Behauptungen, das Grundgesetz sei wegen der Aufhebung des früheren Art. 23 ungültig oder Deutschland lediglich eine GmbH; die alliierte Beteiligung 1949 ändert für ihn diesen Befund nicht.

Einordnung: Seine danebenstehenden scharfen Urteile über politische Eliten sind Wertungen des Autors, keine gerichtlichen Feststellungen.

Besatzungsende und vertragliche Stationierung

Druck-S. 194–199, besonders 196–198; PDF-S. 194, 195, 196, 197, 198, 199

Er beschreibt das Ende der Viermächterechte durch Art. 7 des Zwei-plus-Vier-Vertrags. Den fortgeltenden Aufenthaltsvertrag von 1954 nennt er auf S. 196 eine vertragliche Stationierungsgrundlage und verweist auf die zweijährige Kündigungsfrist des Notenwechsels vom 25. September 1990. Auf S. 197 behandelt er fortbestehende Regelungen des Überleitungsvertrags als Schutz früherer Maßnahmen und bestimmter Anspruchsausschlüsse. Sein ausdrückliches Ergebnis auf S. 198 lautet, das vereinte Deutschland sei rechtlich souverän; faktische Einschränkungen oder Rechtsverletzungen seien hiervon begrifflich zu unterscheiden.

Einordnung: Die Rechtslage wird hier nach einem Buch von 2012 referiert; Fortgeltung und genaue Reichweite jeder Norm müssen anhand der Vertragstexte geprüft werden. Seine Zweifel an der innerstaatlichen Verbindlichkeit des Notenwechsels und seine Eigentumsbewertung auf S. 197 sind eigene juristische Argumente. Seine weitgehende Fußnote 358 zur Abschüttelbarkeit vertraglicher Bindungen wird nicht als geltendes Kündigungsrecht übernommen.

EU-Kritik und zitierte Rechtsprechung

Druck-S. 199, 201–204; PDF-S. 199, 201, 202, 203, 204

Er erkennt die verfassungsrechtliche Möglichkeit der Übertragung von Hoheitsrechten zur gemeinsamen Ausübung an und zitiert die Aussage des Bundesverfassungsgerichts, mit dem Lissabon-Vertrag werde Deutschlands staatliche Souveränität nicht aufgegeben. Davon trennt er seine eigene These, die Integrationspraxis und insbesondere Fiskalunion/ESM überschritten die verfassungsrechtlichen Grenzen; er verlangt eine wesentlich engere Bindung an die Selbstbestimmung des nationalen Volkes. Auf S. 199 betont er zugleich die rechtliche Umkehrbarkeit der Mitgliedschaft und Art. 50 EUV.

Einordnung: Das Buch erschien 2012; die hier formulierten Erwartungen an ESM-Entscheidungen sind keine Wiedergabe späterer Urteile. Seine auf S. 203–204 angesprochene Feindstaatenklausel und Kriegsspekulation werden ohne gesonderte Prüfung nicht als heutiger Rechtsbefund übernommen.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

1. Auflage Oktober 2012

Lokales Titelblatt, Impressum, Inhaltsverzeichnis S. 5–8, Vorwort S. 9–10, Einleitung S. 11; gezielt S. 185–199 sowie 201–204 (S. 194–196 nachgelesen). Öffentliche E-Book-Leseprobe: Impressum, Vorwort/Einleitung, Inhaltsverzeichnis und ausgewählte Begriffspassagen; die einschlägigen Teile IV/V sind in dieser Probe nicht enthalten. Keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Buchcover: Souveränität

Karl Albrecht Schachtschneider

Souveränität

2015 · Duncker & Humblot

Souveränitätslehre mit unmittelbar einschlägigem Deutschland- und EU-Teil. Der Autor erklärt die Besatzungszeit für beendet, ordnet fortgeltende Inhalte anderen Rechtsgrundlagen zu und unterscheidet souveräne Rechtsträgerschaft von Verletzungen und gemeinsamer Hoheitsausübung. Seine EU-Kritik setzt an der demokratischen Legitimation und an Grenzen der Ermächtigung an.

Grundlegung einer freiheitlichen Souveränitätslehre. Ein Beitrag zum deutschen Staats- und Völkerrecht · ISBN 978-3-428-14683-3

Textstellen, Belege & Einordnung

Ende der Besatzung, heutige Vertragsbindungen

Druck-S. 442, 443, 444, 445, 446, 447, 448, 449, 450; PDF-S. 443, 444, 445, 446, 447, 448, 449, 450, 451

Er schreibt ausdrücklich, die Besatzungszeit sei mit Zwei-plus-Vier endgültig beendet und es gebe kein Besatzungs- oder Viermächterecht mehr. Materiell fortgeltende Inhalte beschreibt er als vertragliche Nachwirkungen/deutsches Recht. Stationierungsrechte ordnet er Verträgen zu; er behandelt Aufenthaltsvertrag, NATO-Truppenstatut und Zusatzabkommen, Kündbarkeit sowie fortgeltende Regelungen des Überleitungsvertrags. Er folgert auf S.450, das vereinte Deutschland sei rechtlich souverän, mit seinem gesonderten Vorbehalt zu UN-Feindstaatenklauseln.

Einordnung: Das Werk belegt nicht die pauschale These fortdauernder alliierter Besatzungshoheit. Seine Detailangaben müssen mit Vertragstext und jeweiligem Änderungsstand abgeglichen werden.

Souveränität und europäische Selbstbindung

Druck-S. 451, 460, 461; PDF-S. 452, 461, 462

Auf S.451 verneint er unter seinem Souveränitätsbegriff einen Verlust von Hoheit, Staatsgewalt oder Souveränität durch EU-Integration und verweist auf reversible Selbstbindung/Austrittsrecht. Ab S.460 unterscheidet er hiervon seiner Ansicht nach rechtswidrige Verletzungen der Souveränität durch unzureichend begrenzte Ermächtigungen und Integrationspraxis; er setzt sich ausdrücklich mit den Maastricht- und Lissabonurteilen auseinander.

Einordnung: Begriffliche Unterscheidung des Autors transparent machen: gemeinsame Ausübung und fortbestehende souveräne Trägerschaft einerseits, von ihm behauptete Rechtsverletzung andererseits. Nicht auf die Schlagzeile Deutschland sei unsouverän reduzieren.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

Bereitgestellte PDF: Titel/Impressum PDF-S.1–5, Vorwort Druck-S.5–8/PDF-S.6–9, vollständiges Inhaltsverzeichnis und gezielt Druck-S.442–451/PDF-S.443–452 sowie Druck-S.460–461/PDF-S.461–462 gelesen. Druck-S.443 und451 gerendert/visuell kontrolliert. Zwei Nutzerdateien durch SHA256 und598PDF-Seiten als identisch bestätigt. Offizielle Leseprobe als Gegenkontrolle. Keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Die zwei bereitgestellten Dateien dieses Titels sind bytegleich. Das Werk wird deshalb nur einmal gezählt.

Buchcover: Prinzipien des Rechtsstaates

Karl Albrecht Schachtschneider

Prinzipien des Rechtsstaates

2006 · Duncker & Humblot

Systematische Rechtsstaatslehre mit ausdrücklichen Abschnitten zu EU-Rechtsetzung, Gemeinschaftsrechtsvorrang und Europäischer Zentralbank. Der Autor beschreibt vorhandene Rechtsbindungen und entwickelt daran eine teils scharfe normative Kritik.

· ISBN 978-3-428-12206-6

Textstellen, Belege & Einordnung

Vorrang des Gemeinschaftsrechts

Druck-S. 252, 253, 254, 255; PDF-S. 257, 258, 259, 260

Schachtschneider behandelt den Vorrang und die unmittelbare Anwendbarkeit des Gemeinschaftsrechts, dessen verfassungsrechtliche Grenzen, Vorabentscheidungen und die Nichtanwendung entgegenstehender nationaler Gesetze. Er kritisiert Teile dieser Praxis. Das ist konkret sachnahe EU-Rechtsanalyse, aber kein Nachweis fortbestehender alliierter Hoheit.

Einordnung: 2006er Vertragsstand; des Autors Kritik an Normverwerfung/Nichtanwendung nicht als unstreitige heutige Rechtslage übernehmen.

Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank

Druck-S. 264, 265; PDF-S. 269, 270

Er unterscheidet nationale Bundesbankunabhängigkeit und vertraglich garantierte Zentralbankunabhängigkeit gegenüber Regierungen wie Gesetzgebern. Die daraus abgeleitete Behauptung, die EZB sei mangels demokratischer Legitimation verfassungswidrig, ist seine Wertung; er nennt zugleich die abweichende Rechtfertigung des Bundesverfassungsgerichts.

Einordnung: Für das Dossier brauchbares konkretes Beispiel eingeschränkter politischer Weisungs- und Gesetzgebungsbefugnis. Bindung und behauptete Verfassungswidrigkeit getrennt darstellen.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

Bereitgestellte PDF: Titel/Impressum PDF-S.1–5 und Inhaltsverzeichnis PDF-S.8–18 auf einschlägige Teile geprüft; gezielt Druck-S.195/PDF200, Druck-S.252–255/PDF257–260 und Druck-S.264–265/PDF269–270 gelesen. Druck-S.265 gerendert und visuell kontrolliert. Keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Buchcover: Freiheit in der Republik

Karl Albrecht Schachtschneider

Freiheit in der Republik

2007 · Duncker & Humblot

Grundlagenwerk zu Freiheit, Sittlichkeit, Rechtlichkeit und Republik. Die Inhaltsübersicht führt von Kant und der Kritik der Herrschafts- und liberalistischen Freiheitslehre zu Gleichheit, Privatheit, Kunstfreiheit, Eigentum und Bürgerstellung.

· ISBN 978-3-428-12343-8

Textstellen, Belege & Einordnung

Freiheits- und Staatslehre als Grundlage

Druck-S. 9; PDF-S. 10

Der Autor beschreibt Freiheit in der Republik ausdrücklich als praktische Philosophie und Freiheits-, Rechts- und Staatslehre mit dem Anspruch, verbindliche Rechtssätze zu entwickeln; es sei ein überarbeiteter erster Teil seiner Allgemeinen Republiklehre. Das stützt die Einordnung als theoretischer Hintergrund statt Spezialanalyse heutiger Stationierungsrechte.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

Verlagsseite nennt keine Auflage; '1. Aufl.' aus Nutzerdateiname nicht unabhängig bestätigt.

Bereitgestellte PDF: Titel/Impressum PDF-S.1–5, Vorwort Druck-S.7–9/PDF-S.8–10, Inhaltsübersicht PDF-S.12 und relevante Detailgliederung PDF-S.14–18; zusätzlich Beginn Bürger in der Republik Druck-S.606–607/PDF-S.607–608 geprüft. Druck-S.9 gerendert und visuell kontrolliert; keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Buchcover: Parteiausschluß und Verfassung

Karl Albrecht Schachtschneider

Parteiausschluß und Verfassung

2021 · Duncker & Humblot

Untersuchung der verfassungsrechtlichen Stellung politischer Parteien, ihrer Grundrechtsbindung und des Rechtsschutzes bei Parteiausschlüssen. Der Autor will die politische Freiheit einzelner Parteimitglieder gegenüber Parteiorganen und Parteischiedsgerichten stärken.

· ISBN 978-3-428-18086-8

Textstellen, Belege & Einordnung

Mitwirkungsrechte innerhalb politischer Parteien

Druck-S. 11; PDF-S. 12

Die Einleitung verortet den Parteiausschluss als Eingriff in die politische Mitwirkung des Bürgers und entwickelt das Thema im Rahmen des deutschen Grundgesetzes. Das Thema betrifft Binnenverfassungs- und Parteienrecht.

Ausgabe & geprüfter Leseumfang

Bereitgestellte PDF: Titel und Impressum PDF-S.1–5, Inhaltsverzeichnis Druck-S.7–9/PDF-S.8–10 und Einleitung Druck-S.11/PDF-S.12 geprüft; Einleitung zusätzlich gerendert und visuell kontrolliert. Offizielle Leseprobe als Gegenkontrolle. Keine Volllektüre.

Gezielte Prüfung der genannten Originalstellen; keine Volllektüre und keine pauschale Bestätigung sämtlicher Aussagen des Buchs.

Außenpolitik & historische Akten

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn

Deutsche Außenpolitik zwischen Selbstbeschränkung und Selbstbehauptung

2001 · Deutsche Verlags-Anstalt

Der Überblick verfolgt deutsche Außenpolitik von der alliierten Ausgangslage über Westintegration, NATO, Ostpolitik und Wiedervereinigung bis zur Europäischen Union. Sein Aufbau macht nachvollziehbar, dass Besatzungsvorbehalte, vertragliche Bündnisbindungen und europäische Integration historisch verschiedene Mechanismen sind.

1945–2000 · ISBN 9783421052193

Quellenbasis & Einordnung

Bibliotheksdigitalisierung von Titelblatt und vollständigem Inhaltsverzeichnis; Offizielle Autorinnenbibliografie

Die Analyse auf dieser Karte beruht auf dem Inhaltsverzeichnis. Das Buch untersucht die Zeit bis 2000; es ist kein Kommentar zu sämtlichen geltenden Stationierungsverträgen und belegt nicht ohne Abgleich mit Primärrecht heutige Sonderrechte.

Hoch als historischer Überblick für die Übergänge 1945, 1955 und 1990 und für das Verhältnis von deutschem Handlungsspielraum zu NATO und EU.

Außenpolitischer Gestaltungsspielraum unter den Alliierten, ab S. 17

Bonn- und Paris-Verträge, Ablösung des Besatzungsstatuts, S. 38; NATO-Beitritt, S. 43

Viermächte-Abkommen über Berlin, S. 195

Maastricht, S. 317; Amsterdam und gemeinsame Außenpolitik, S. 324

Zwei-plus-Vier-Prozess, S. 358; internationale Absicherung der Einheit, S. 370

Buchcover: Coming of Age

Helga Haftendorn

Coming of Age

2006 · Rowman & Littlefield

Haftendorn beschreibt den Weg von der eingeschränkten Handlungsfähigkeit beider deutscher Staaten zu größerem außenpolitischem Einfluss durch europäische und atlantische Institutionen. Die Kapitel behandeln unter anderem NATO, DDR, Ostpolitik, Wiedervereinigung und EU und fragen nach Kontinuität und wachsender deutscher Selbstbehauptung.

German Foreign Policy since 1945 · ISBN 9780742538757

Quellenbasis & Einordnung

Aktuelle Verlagsseite; Offizielle Autorinnenbibliografie

Englische Fassung des deutschen Überblickswerks, keine unabhängige zweite Studie. Verlagsbeschreibung und Kapitelübersicht ersetzen weder Volllektüre noch die Prüfung des heutigen Rechtsstands.

Hoch für die historische Einordnung von Beschränkung und Handlungsmacht, besonders als englische Alternative zum deutschen Überblick.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn

Abrüstungs- und Entspannungspolitik zwischen Sicherheitsbefriedigung und Friedenssicherung

1974 · Bertelsmann Universitätsverlag

Das gelesene Original-Inhaltsverzeichnis erschließt Abrüstung und deutsche Frage, kooperative Rüstungssteuerung, nukleare Optionen, Gewaltverzicht, konventionelle Truppenreduzierung und KSZE. Die Studie behandelt damit konkrete sicherheitspolitische Bindungen und deutsche Einflussmöglichkeiten im Zeitraum 1955–1973.

Zur Außenpolitik der BRD 1955–1973 · ISBN 3571090098

Quellenbasis & Einordnung

Originalbibliografie der Autorin: Titel, Publikationsdaten und Beziehung Habilitationsschrift/Buchfassung gelesen; Institutioneller Bibliothekskatalog: Vollständiger Katalogdatensatz gelesen; Titel, Verlag, ISBN, Umfang und Schlagworte geprüft; Original-Buchseiten im institutionellen Bibliotheksdigitalisat: Sieben PDF-Seiten mit Titel und vollständigem Inhaltsverzeichnis gelesen.

Das vollständige Original-Inhaltsverzeichnis wurde gelesen, der Buchvolltext nicht. Die Relevanz folgt daher aus belegten Kapiteln; einzelne Thesen oder Ergebnisse aus den nicht gelesenen Kapiteln nicht behaupten. Eine Aussage über heutige Vorbehaltsrechte wäre daraus nicht ableitbar.

Besonders passend sind die Abschnitte über den Verzicht auf eine nationale nukleare Option (ab S. 109), nuklearen Mitbesitz oder Mitbestimmung (S. 116), den Nichtverbreitungsvertrag (ab S. 138) sowie Streitkräftereduzierung (ab S. 239). Das sind geprüfte Kapitelüberschriften mit Seiten, keine bereits gelesenen inhaltlichen Schlussfolgerungen der Kapitel.

IV. Der Verzicht auf eine nationale nukleare Option · 109

IV.2.d Nuklearer Mitbesitz oder nukleare Mitbestimmung? · 116

IV.5 Der Vertrag über die Nichtweiterverbreitung nuklearer Waffen · 138

VI. Die Bemühungen um eine Reduzierung der konventionellen Streitkräfte (MBFR) · 239

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn

Sicherheit und Stabilität

1986 · Deutscher Taschenbuch Verlag

Untersucht laut Titel und autorisierter Bibliografie die Außenbeziehungen im Umfeld von Energiekrise, Bündnispolitik und NATO-Doppelbeschluss. Für die Website geeignet, um politische Sicherheitsabhängigkeit und vertraglich geregelte Befugnisse auseinanderzuhalten.

Außenbeziehungen der Bundesrepublik zwischen Ölkrise und NATO-Doppelbeschluß · ISBN 9783423045308

Quellenbasis & Einordnung

Originalbibliografie der Autorin: Titel, Ort, Verlag und Erscheinungsjahr gelesen; Bibliothekskatalog, Suchdatensatz: Suchergebnis mit ISBN, Ausgabe und Umfang; direkter Seitenabruf lieferte HTTP 403. Für ISBN und Umfang daher nur ergänzende Evidenz.

Keine Originalprobe oder Volltextlektüre verfügbar. Über den bibliografisch gesicherten Themenzuschnitt hinaus keine detaillierten Thesen oder Kapitelreferate behaupten.

Historische Bündnispolitik und praktische Handlungsspielräume; kein selbständiger Nachweis heute fortgeltender Besatzungsrechte.

Cover nicht verfügbar

Helga Haftendorn

Security and Détente

1985 · Praeger

Die Buchbeschreibung erfasst die Außenpolitik seit 1955 und den Zielkonflikt zwischen Westbindung, Entspannung und Wiedervereinigung. Sie ist als historische Interpretation einschlägig, ohne die heutige Rechtslage zu behandeln.

Conflicting Priorities in German Foreign Policy · ISBN 9780275901134

Quellenbasis & Einordnung

Originalbibliografie der Autorin: Autorin, Titel, Ort, Verlag und Jahr gelesen; Bibliografischer Datensatz mit Buchbeschreibung; kein Originalverlag: Vollständige Metadaten und Buchbeschreibung gelesen; keine E-Book-Ausgabe verfügbar

Gelesen wurden Autorenbibliografie und Google-Books-Metadaten samt Buchbeschreibung, kein Buchvolltext. Keine aktuelle Original-Verlagsseite oder verifizierte Leseprobe gefunden. Übersetzungs- bzw. Neufassungsbeziehung offenlassen.

Erklärt historische Prioritäten und politische Bindungen; eine rechtliche Einschränkung ist jeweils gesondert anhand ihres damaligen Vertrags oder Vorbehalts zu belegen.

Buchcover: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1967

Hans-Peter Schwarz (Haupthg.), Helga Haftendorn u. a. (Mithg.); IfZ im Auftrag des Auswärtigen Amts

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1967

1998 · R. Oldenbourg Verlag

Die Edition erschließt Akten des Auswärtigen Amts und ergänzende Gesprächsaufzeichnungen des Bundeskanzleramts. Sie dokumentiert Ostpolitik, Westbindung, Nichtverbreitungsvertrag und Bündnisfragen aus damaliger deutscher Regierungsperspektive.

· ISBN 9783486563221

Quellenbasis & Einordnung

Originalinstitution der Edition: Metadaten, Editionsbeschreibung und Volltextzugang gelesen; Originalverlag: Metadaten, Kapitelverzeichnis und Coverzuordnung gelesen; Originaltext: Erste 30 PDF-Seiten gelesen; Originaltext: Erste20PDF-Seiten abgerufen; einschlägige Originalpassagen von Dokument4 gelesen.

Einzelne Originalpassagen, Regesten und Editionsgrundsätze gelesen, keine vollständige Lektüre des Jahrgangs. Die Akten zeigen damalige Positionen und Vorgänge; sie entscheiden nicht unmittelbar über heutige Fortgeltung.1967 bestehende Vorbehalte nicht ungeprüft auf die Zeit nach1990 übertragen. Abgebildet ist Band I der digitalen Verlagsausgabe von 2013; der Eintrag behandelt den gesamten Jahrgang.

Für das historische Nebeneinander von deutschen Interessen und alliierten bzw. bündnisbezogenen Bindungen. Dokument 4 behandelt die Verbindung von Atomwaffenverzicht, europäischer Entwicklung und deutscher Beteiligung an nuklearer NATO-Planung. Dokument 23 macht den politischen und finanziellen Verhandlungsspielraum bei der Stationierung sichtbar.

4 · 1967-01-03 · Bundesminister Brandt, z. Z. Rom, an das Auswärtige Amt · Dokumentenverzeichnis; Dokumentengruppe 1–11 · Brandt fordert beim Nichtverbreitungsvertrag die Sicherung ziviler Atomforschung, eigener europapolitischer Optionen und deutscher Beteiligung an der nuklearen NATO-Planung. Er erwägt, den Herstellungsverzicht um Erwerbsverzicht sowie den Verzicht auf Mitbesitz und Verfügungsgewalt zu ergänzen. Die Passage dokumentiert konkrete Rüstungsbindungen und politischen Entscheidungsspielraum, keine pauschale fehlende Staatlichkeit. · Regest und Originalpassagen des Fernschreibens direkt gelesen; Fundstelle Dokument4, erste Dokumentengruppe1–11. Keine ungesicherte Einzelseite angeben. · https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486718201.1/pdf

23 · 1967-01-17 · Aufzeichnung des Ministerialdirektors Harkort · 133 · Der Regest beschreibt finanzielle Schwierigkeiten beim Devisenausgleich für amerikanische und britische Truppen, die Gefahr von Truppenabzügen und die Suche nach anderen Vereinbarungen. Belegt die praktische Verflechtung von Sicherheit und Verhandlungsmacht; beweist für sich keine spezielle fortgeltende alliierte Hoheitsbefugnis. · Dokumentnummer aus Folge vor Dokument24 erschlossen; Regest mit Datum, Verfasser und S.133 direkt gelesen. · https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486718201.fm/pdf

Buchcover: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1973

Hans-Peter Schwarz (Haupthg.), Helga Haftendorn u. a. (Mithg.); IfZ im Auftrag des Auswärtigen Amts

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1973

2004 · R. Oldenbourg Verlag

426 Dokumente zu Ostpolitik und Verträgen, UNO-Beitritt beider deutscher Staaten, Berlin, KSZE, MBFR, transatlantischen Beziehungen und Energiekrise. Historische Akten, keine heutige rechtliche Bestandsaufnahme.

· ISBN 9783486566512

Quellenbasis & Einordnung

Originalinstitution der Edition: Metadaten, Inhaltsbeschreibung und Zugang zur vollständigen Edition gelesen; Originalverlag: Metadaten, DOI, Kapitelverzeichnis und Coverzuordnung gelesen; Originaltext: Erste30von55PDF-Seiten gelesen; Originaltext: Originaltext Dokument7S.30–32 und begleitende Anmerkungen gelesen

Dokument7 und ausgewählte Regesten gelesen, kein vollständiger Jahrgang. Die dort ausdrücklich belegten Vorbehaltsrechte von1973 sind historisch einzuordnen; ihr Ende ist anhand des Zwei-plus-Vier-Vertrags und der Suspendierungserklärung von1990 zu prüfen. Die Edition ist kein Beleg ihrer Fortgeltung2011 oder heute. Abgebildet ist Band I der digitalen Verlagsausgabe von 2013; der Eintrag behandelt den gesamten Jahrgang.

Dokument7 zeigt 1973 ausdrücklich die besonderen Rechte und Verantwortlichkeiten der Drei Mächte für Deutschland als Ganzes und Berlin sowie den deutschen Anspruch auf Konsultation. Damit lässt sich präzise benennen, was vor 1990 eingeschränkt war.

7 · 1973-01-08 · Aufzeichnung des Vortragenden Legationsrats I. Klasse Blech · 30–32 · Blech reagiert auf gesonderte Konsultationen der Drei Mächte über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur DDR. Er erwartet, dass diese weder deren Rechte und Verantwortlichkeiten für Deutschland als Ganzes und Berlin noch gemeinsame Interessen berühren, und verlangt Unterrichtung. Er bewertet eine Lockerung der Konsultation mit Bonn kritisch. · Originaldokument im Verlags-HTML gelesen, nicht nur Regest. Der Beginn steht S.30, Fortsetzung S.31 und Abschluss auf S.32. · https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486718140.1/html

106 · 1973-04-13 · Aufzeichnung des Vortragenden Legationsrats Bräutigam · 521 · Der geprüfte Regest nennt den sowjetischen Protest gegenüber den Drei Mächten gegen die Einbeziehung Berlins (West) in die deutschen Gesetze zum UNO-Beitritt und zum Grundlagenvertrag. Konkretes Beispiel für den besonderen Status Berlins vor1990. · Regest im Original-Dokumentenverzeichnis gelesen; Dokumentvolltext nicht gelesen. · https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783486718140.xvii/pdf

Ausgaben und Sprachfassungen

Haftendorns deutscher Außenpolitik-Überblick und Coming of Age gehören zusammen, ebenso die deutsche Kernwaffenstudie und NATO and the Nuclear Revolution. Der englische Reagan-Band ist eine Übersetzung des deutschen Werks. Die Aktenjahrgänge und Teilbände werden als Editionen eingeordnet.

Schachtschneiders bereitgestellte Die Souveränität Deutschlands stammt laut Impressum von 2012. Die zwei Dateien seines Werks Souveränität von 2015 sind identisch. Bei Komossa ist die tatsächlich geprüfte russische Ausgabe von 2009 angegeben.

Eine historische Fundstelle: Konsultation 1973

AAPD 1973, Dokument 7, S. 30–32, behandelt die Rechte der Drei Mächte für Deutschland als Ganzes und Berlin und den deutschen Anspruch auf Einbeziehung. Der Beleg erklärt die damalige Sonderlage; für ihr Ende sind die Regelungen von 1990/91 maßgeblich.

Original: Dokument 7 ↗
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